NARJESUS erweitert den Horizont – Blog

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Die merkwürdige Wandlung des “Uwe X.” aka Uwe Schäfer

Uwe Schäfer, einstiger BFP-Hoffnungsträger, bis 2007 sogar Vize-Präses des BFP und bis 2009 Pastor der CG Wuppertal, ist nach seinem Burnout wieder da. Allerdings ist er plötzlich am äußersten linken Rand des politischen Spektrums aufgetaucht und mischt bei Veranstaltungen der Partei DIE LINKE mit:

Pressedienst DIE LINKE. Sachsen 102/2010, 15. Oktober 2010

102/2010 Veranstaltung „Glaube, der befreit – Befreiungstheologie im europäischen Kontext“

Am Buß- und Bettag, den 17. November 2010 veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Religion und Weltanschauungsfragen in der Partei DIE LINKE. Landesverband Sachsen in Dresden eine Veranstaltung zum Thema: „Glaube, der befreit – Befreiungstheologie im europäischen Kontext“.

Angesichts zunehmender globaler Ungerechtigkeit, aber auch zunehmender sozialer Schieflagen in europäischen Ländern, politischer Rechtsentwicklungen und dem Versuch, Krieg als Problemlösung anzupreisen, sind ChristInnen und Kirchen gerufen, dazu von der befreienden Botschaft Jesu her eine Antwort zu geben.

Im Vorfeld des 2011 in Dresden stattfindenden Evangelischen Kirchentages lädt DIE LINKE zu obengenannter Veranstaltung ein. Ort ist der Kirchsaal der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Brühlscher Garten 4 in 01067 Dresden (Nähe Synagoge); Beginn 10.00 Uhr, Ende 17.00 Uhr; anschließend feiert die dortige Gemeinde einen ökumenischen Gottesdienst um 18.00 Uhr zum Ende der Friedensdekade.

Referenten sind Prof. Duchrow, Heidelberg, Prof. H. Fink aus Berlin, Daniel Stosiek aus Görlitz, eine musikalische Umrahmung erfolgt durch Pastor Uwe Schäfer aus Troisdorf. InteressentInnen sind herzlich willkommen, Mitglieder rechter Gruppierungen sind allerdings unerwünscht.

Arbeitsgemeinschaft Religion und Weltanschauungsgemeinschaften (AGRel) in der Partei DIE LINKE. Landesverband Sachsen

F.d.R. Antje Feiks, DIE LINKE. Sachsen, Landesgeschäftsführerin

(aus: Pressedienst, DIE LINKE, Landesverband Sachsen, 15.10.2010)

Uwe Schäfer ist sich offensichtlich nicht zu schade, einer Verwechslung des biblischen Evangeliums mit “Social Gospel” und marxistisch inspirierter “Befreiungstheologie” das Wort zu reden. Und obige Veranstaltung ist inzwischen wahrlich nicht mehr sein einziger Bezug zu seinen neuen weltanschaulichen Freunden. Nach seinem Burnout begann er, u.a. als Liedermacher „Uwe X.“ ( Website und YouTube-Channel sowie das Blog von Matthias Gruber) durch Deutschland zu touren und in Liedern und Wortbeiträgen sich als „christlicher Sozialist“ zu bezeichnen. Auf seinem Facebook-Profil macht er keinen Hehl aus seiner Sympathie zu Rosa Luxemburg, Sahra Wagenknecht und der Partei DIE LINKE.

Heute kam nun die Krönung meines Entsetzens: In der heute frisch mit der Post eingetroffenen neuen “GEISTbewegt!”-Ausgabe 01/2012 räumt die Redaktion Uwe Schäfer sogar eine ganze Seite ein, um sein von Hyperegalitarismus und monetärer Umverteilung sozialistischer Art inspiriertes “neues Evangelium” darzustellen:

Man darf [...] nicht vergessen, dass Mose [...] zu dem Teil der Gesellschaft gehörte, die Nutznießer der Versklavung des hebräischen Volkes waren.

[...]

Gott hat die Armen erwählt[...] Mose sammelte kein Geld für die Hebräer, sondern wechselte die Seite.

[...]

Wer Brot unter den Armen verteilt, wird bald ein Heiliger genannt werden. Wer sich aber auf die Seite des Armen stellt, seinen Schmerz, seine Wut und seine Trauer spürt und teilt, wer behauptet, dass Armut angesichts Reichtums ein Unrecht ist und wer bereit ist, dieses Unrecht zu bekämpfen, wird schnell Sympathien verlieren.

[...]

Dann werden wir [...] die Armut dieser Welt [...] als ein zum Himmel schreiendes Unrecht begreifen und uns davon tief treffen lassen. Sind die Herzen erst verändert, wird es an guten Projekten, Aktionen und Ideen nicht mangeln.

(aus: “Gott ergreift Partei!”, Uwe Schäfer, GEISTbewegt! 01/2012)

Die “Occupy”-Bewegung läßt grüßen. Lieber BFP, ist das Dein “neues”, von der Bundesleitung abgesegnetes Evangelium? Verhielte es sich so, dann hätte der BFP jetzt den theologischen Rubikon überschritten. BFP, BFP, wo bist Du hingeraten?

Ich versuche gerade, die BFP-Geschäftsstelle in Erzhausen (Tel. (06150) 9737-0) anzurufen, um ihr meinen Protest gegen die Gewährung einer derartigen Plattform für Uwe Schäfers “neuen” Ansichten zu übermitteln. Leider komme ich zur Zeit nicht durch…

4 Antworten auf Die merkwürdige Wandlung des “Uwe X.” aka Uwe Schäfer

  1. narjesus 03.01.2012 um 15:30

    Ganz gewiß müssen die vor Jahresfrist von mir in meinen
    “Gedanken zum Freitod eines BFP-Pastors” angesprochenen Punkte und Themen bearbeitet werden. Doch dies alles ist in unserem Evangelium, in biblisch-christlichem Denken und biblisch-christlicher Theologie bereits enthalten und muß konsequent angewendet und gelebt werden. Aber die Verdammung dieser evangelikalen Theologie und Schaffung einer neuen emergenten, postmodernistischen oder (neo)marxistischen Theologie, die dann noch als das “in Wirklichkeit volle Evangelium” verkauft wird, ist definitiv der falsche Weg und führt in die Irre fern vom Herrn!

  2. narjesus 03.01.2012 um 16:10

    Die BFP-Geschäftsstelle hat mir inzwischen ein kurzes Gespräch mit Pastor Moor Jovanovski, Assistent von BFP-Präses Roman Siewert, vermittelt. Ich habe meinen Protest in Kurzform mitgeteilt, und wir sind übereingekommen, daß ich im Verlauf der nächsten Zeit eine E-Mail an den BFP-Präses zu diesem Thema verfassen werde.

  3. narjesus 03.01.2012 um 21:55

    Heute abend habe ich in dieser Angelegenheit an die Redaktion von GEISTbewegt! folgende E-Mail geschickt:

    Liebe Redaktion,

    ich habe heute nachmittag über die BFP-Geschäftsstelle Erzhausen umgehend Beschwerde bei der BFP-Bundesleitung dagegen eingelegt, daß einem Pastor Uwe Schäfer, der jetzt als “christlicher Sozialist” mit einem “neuartigen” Evangelium durch die Lande zieht, eine derartige Plattform für seine Ansichten bereitgestellt wird (siehe auch mein Blogposting “Die merkwürdige Wandlung des Uwe X. aka Uwe Schäfer”). Unter diesen Umständen ist eine potentielle BFP-Mitgliedschaft für mich auf längere Sicht unvorstellbar geworden.

    MfG

    Torsten Narjes
    Webmaster narjesus.de

    Darauf erhielt ich vom Chefredakteur Michael Voß folgende Antwort:

    Lieber Bruder,

    danke für Deine offene Meinung. Ich werde Sie an unser Redaktionsteam weiterschicken.

    Ich habe mir daraufhin den Artikel auf Seite 20 unserer aktuellen Ausgabe nochmals durchgelesen. Ich habe darin weder den Begriff “Sozialismus” noch “neuartige” Auslegungen der Bibel gelesen. Es wäre vielleicht hilfreich, wenn Du Deine Kritik nochmals konkretisieren könntest.

    Ein Bund, wie der BFP es ist, wird immer viele Meinungen haben. Das wird sich nicht ändern lassen – und ist sicherlich auch sinnvoll, solange wir an unserem gemeinsamen Gedankengut und vor allem an der Bibel festhalten. GEISTbewegt! berichtet über alle Aktivitäten im BFP. Und so kann es denn auch mal passieren, das man hier etwas liest, von dem man persönlich nicht so begeistert ist.

    Liebe Grüße

    Michael
    GEISTbewegt!
    Redaktionsleiter
    Michael Voß

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